Frauenbund Freyung feiert Weltgebetstag über Konfessionen hinweg
Von Margit Poxleitner
Gut 60 Frauen aller Altersschichten und verschiedener Konfessionen haben sich am Samstagabend im Pfarrheim eingefunden, um gemeinsam den Weltgebetstag zu feiern. Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last“ bekundeten sie ihre Hoffnung gegen alle Hoffnungslosigkeit für ein besseres Leben der Frauen in Nigeria, die beim Weltgebetstag 2026 im Mittelpunkt der Gedanken stehen. Der Chor Querbeet unter der Leitung von Manuela Jüttner umrahmte die Andacht mit extra zusammengestellten Liedern und hatte sich stilgerecht in landestypische Trachten gekleidet. Eine ganze Reihe von Mitgliedern des Frauenbundes hat ein abwechslungsreiches Buffet mit Gerichten aus Nigeria oder Afrika vorbereitet.
Heuer Fokus aufs Leben nigerianischer Frauen
Der Weltgebetstag ist die größte und älteste weltweite ökumenische Frauenbewegung. Jedes Jahr lassen sich Frauen von den Stärken der beteiligten Frauen begeistern, nehmen Anteil an deren Sorgen und finden Ermutigung im Glauben. Tradition ist, dass Frauen Gebete, Lieder und Gedanken für den Ablauf der Andacht von Frauen aus den Ländern, die im Fokus stehen, zusammenstellen, in diesem Jahr daher Frauen aus Nigeria.
Sabine Zitzl, Mitglied des FB Freyung und seit Jahren für den Weltgebetstag in Freyung verantwortlich, hieß die Vorstandschaft mit dem Vorsitzendenteam Marita Irlesberger und Sabine Reichel, Manuela Jüttner mit ihren Chordamen und die Teilnehmerinnen herzlich willkommen. Unterstützt durch eine Powerpointpräsentation bot sie detaillierte Einblicke in das Land und das Leben der Frauen, die im Mittelpunkt des Weltgebetstag stehen.
Neben Details über das Land selbst, das in Westafrika liegt und mit knapp einer Million Quadratkilometern eineinhalb mal so groß ist wie Deutschland und mit 230 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist, legte Sabine Zitzl den Fokus auf das Schicksal der Frauen.
Die Nigerianerinnen sind es demnach, die fast ausschließlich für das Wohl der Familie und deren Ernährung verantwortlich sind. Trotzdem genießt – wenn überhaupt – überwiegend der männliche Nachwuchs Schulbildung. Nur 70 Prozent der Kinder schließen die Grundschule ab, wobei der Anteil der Mädchen wesentlich geringer ist als der der Burschen. Die Mädchen erwartet statt Schuldbildung Frühverheiratung, viele Schwangerschaften und kilometerweite Wege, um Wasser und Holz zu holen.![]()
Verköstigung am Buffet mit Leckereien aus Westafrika
Obwohl das Leben der Frauen in Nigeria nicht leicht ist, gibt ihnen der Glaube Kraft und ist Quelle der Hoffnung. Diese Hoffnung wurde auch in den Gebeten und Liedern deutlich, die eine ganze Reihe von Mitgliedern des Frauenbundes, Teilnehmerinnen am WGT und der Querbeet-Chor vortrugen. Die großzügigen Spenden für die Kollekte gingen an Projektarbeiten in Nigeria mit dem Ziel Ernährungssicherheit, Existenzsicherung und Gesundheit für Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten.
Im Anschluss an den liturgischen Teil des Gebetstags genossen die Frauen das vielfältige Angebot am „Nigerianischen Buffet“ und die Gemeinschaft im Sinne des Weltgebetstages.








